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Last Night at the Lobster
Autor: Stewart O'Nan ISBN: 0143114425
In diesem kurzen, gleichzeitig sehr überzeugend geschriebenen, aber letztlich dann doch eher nicht transzendentalem Roman beschreibt der amerikanische Autor Stewart O’Nan die letzte Nacht eines Restaurants der Kette “The Red Lobster”, bevor es für immer zusperrt. Die Hauptrolle spielt der Manager Manny, der sich auch am letzten Tag mit einer nicht immer zuverlässigen Mannschaft, lästigen Gästen und widriger Witterung herumzuschlagen hat. Die Angestellten kann man, wenn man will, wohl als Querschnitt der amerikanischen Unterprivilegierten lesen und das gesamte Setting symbolisch als den Untergang der amerikanischen Vorstädte verstehen. Ansonsten ist es einfach nur eine gute Momentaufnahme eines Nachmittags und Abends, überzeugende Stimmungsbeschreibungen und ein Hauch Melancholie, der über all dem liegt. Entbehrlich fand ich die Dreiecksgeschichte zwischen Manny, seiner Angestellten Jacqui und deren Freund Rodney, die sich der Autor anscheinend bemüßigt fühlte einzubauen. Dieser Roman ist ein Buch der leisen Töne, des letztlich Unspektakulären, denn irgendwie geht das Leben weiter: Manny und vier weitere Angestellte werden in die „Olive Garden“-Filiale übernommen und die anderen werden sich vermutlich irgendwie durchs Leben schlagen. Stilistisch ist Stewart O’Nan ganz klar ein großer Meister – ob mir dieser Roman letztlich in bleibender Erinnerung bleiben wird, wage ich allerdings zu bezweifeln. Aber das macht nichts, denn er hat mir ein paar Stunden äußerst angenehme Lektüre beschert. Bitte bald mehr davon!
Bewertung:     Rezension: Dagmar Jenner
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2009-07-08
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