Buchrezension
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Geisterjäger: Auf den Spuren des Übersinnlichen

Autor: Gabriele HasmannISBN: 3800074265

Gabriele Hasmann bleibt sich mit ihrem neuesten Werk Geisterjäger“ absolut treu. Bereits vor fünf Jahren hat sie gemeinsam mit Christof Bieberger und Alexandra Gruber Bücher zur Thematik veröffentlicht (Spuk in Wien, Geisterschlösser in Österreich), nun tut sie dies im Alleingang, jedoch in der gleichen Tradition. Hier begleitet sie nun das Team der API (Austrian Paranormal Investigators) nicht nur durch österreichische Gemäuer, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus auf deren Jagd nach Geistern.
 
Das Buch erzählt die Geschichten der API seit deren Gründung im Jahr 2006. Ursula Hepp und ihr kleines Team widmen sich dabei einem sowohl zeit- als auch kostenintensiven Hobby, welches sie paranormale Phänomene erforschen lässt. Es wird schnell deutlich, dass es sich um eine sehr nüchterne, aber auch ernüchternde Arbeit handelt, welcher das Team nachgeht. Da führt das Durchforsten von hunderten von Fotos genauso wie akribische Auswertungen von Videoaufzeichnungen oftmals zu dem Ergebnis, dass eben keine paranormalen Ergebnisse zu Tage treten. Und dann sind da die statistischen 10%, auf die das Team der API hofft: Eine besondere Fotografie, Ton- oder Videoaufnahme, deren Inhalt sich weder mit gesundem Menschenverstand noch mit wissenschaftlichen Erklärungen begründen lässt. Und eines stellt auch Ursula Hepp von Anfang an klar, nämlich dass sie sicher nicht so bald etwas glaubt, aber die Kameras eben auch nicht lügen. 
 
Diese Ausflüge in die Geisterwelt werden geschickt eingeleitet von kurzen historischen Abrissen zu den Gebäuden oder Plätzen, welche das Team aufsucht, und finden ihren Abschluss in den Resultaten, zu denen man nach der Auswertung aller Daten gelangt. Von der Burg Rapottenstein über das Kloster Lucedio (Italien) bis hin zu den Heilstätten Beelitz (Deutschland) war API bereits unterwegs und hat Material gesammelt. Manches entpuppte sich als unergiebig, anderes wiederum lieferte Bild- und Tonmaterial, das manche wohl nur als Schatten oder das Flüstern des Windes sehen würden, in denen Hepp und ihr Team jedoch eindeutig paranormale Aktivitäten sehen.
 
Was ich in dem Buch wirklich vermisst habe, ist zumindest eine kleinere Exkursion in die technischen Details der durchgeführten Untersuchungen. Diese bilden immerhin keinen unwesentlichen Teil der Arbeit der API, daher war ich doch überrascht, dazu nur knapp über eine Seite an sehr komprimierten Informationen zu finden. Dies wäre sicher nicht nur für die eher skeptisch veranlagten Naturen interessant gewesen, um eine Vorstellung darüber zu bekommen, wie genau die Technik hinter den Beobachtungen genau aussieht. 
 
Hasmann nähert sich der Materie durch einen recht nüchternen Stil, der mit teils gruseligen, teils komischen Episoden aus der Arbeit der API aufwartet. Dies mag jedem einzelnen Leser anders ergehen, ich konnte leider mit dem Schreibstil der Autorin weniger anfangen als mit der zweifellos faszinierenden Materie, die sie hier präsentiert. Natürlich muss am Ende jeder für sich entscheiden, ob sich hinter diesem oder jene Schatten tatsächlich ein Geist verbergen mag oder ob man die ganze Geisterjagd als Humbug abtut.
Für Esoteriker wird Geisterjäger“ vermutlich wenig erhellend sein, wer sich aber für die Thematik der Grenzwissenschaften generell interessiert, findet in diesem Buch eine kurzweilige Lektüre.

Bewertung:Rezension: Birgit Lehner
Seite drucken 2009-12-22

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